Bei der Auswahl von Drohnenabwehrradar sollte man sich nicht nur auf die maximale Erfassungsreichweite konzentrieren.
Produkteinführung:
Bei der Auswahl von Tiefflug-Überwachungsradargeräten prüfen viele Käufer zunächst die maximale Erfassungsreichweite. Angaben zur maximalen Reichweite ohne entsprechende Vorbedingungen sind jedoch nur bedingt aussagekräftig und können zu einer unbefriedigenden Projektabwicklung führen.

1. Überprüfen Sie die RCS-Voraussetzung für den Erfassungsbereich.
Die Erfassungsreichweite variiert stark für Ziele mit unterschiedlichem Radarquerschnitt (RCS). Eine Erfassungsreichweite von 5 km für Ziele mit großem RCS wie Fahrzeuge oder Hubschrauber bedeutet nicht die gleiche Leistungsfähigkeit für Mini-UAVs.
Wichtigster Prüfpunkt: effektive Erfassungsreichweite gegen kleine UAVs mit RCS = 0,01 m², die zentrale Kennzahl für die Bewertung der Abwehrfähigkeit gegen UAVs.
2. Häufig übersehene wichtige Spezifikationen
Minimaler Erfassungsbereich: Ein größerer Erfassungsbereich erhöht das Risiko, dass unbemannte Luftfahrzeuge bei Nahbereichseinsätzen übersehen werden. Bewerten Sie potenzielle Sicherheitslücken entsprechend den Einsatzorten.
Zielgeschwindigkeitsmessbereich: Das Radar muss Hochgeschwindigkeits-FPV-Drohnen erfassen können, wobei die untere Geschwindigkeitsgrenze von großer Bedeutung ist. Schwebende oder langsam fliegende UAVs gehen leicht verloren, wenn die minimale Erfassungsgeschwindigkeit zu hoch ist.
Abtastrate: Bestimmt die Aktualisierungsfrequenz der Spur, was sich auf die Verfolgungsleistung bei hochmanövrierfähigen Zielen und die Reaktionsgeschwindigkeit bei der Übergabe optronischer Sensoren auswirkt.
Höhenerfassungswinkel: Definiert die erfassbare Höhe. 3D-Radargeräte, die Höhendaten ausgeben, sind zur Reduzierung von Fehlalarmen vorzuziehen.
Maximale Anzahl gleichzeitig verfolgter Ziele: Entscheidend für Szenarien mit mehreren UAVs oder Drohnenschwärmen, um Zielverluste zu vermeiden.
3. Anpassungsfähigkeit an die Umwelt und Integrationsfähigkeit
Prüfen Sie die Betriebstemperatur und die IP-Schutzart des Geräts. Berücksichtigen Sie die Betriebstemperatur und die Lagertemperatur, um die Anforderungen im Außenbereich zu erfüllen. Feldtests werden für Standorte mit starker Bodenstörung empfohlen. Beachten Sie, dass Radargeräte ohne Fehlalarme in der Praxis nicht existieren; Spezifikationen allein können die Leistung vor Ort nicht vollständig abbilden.
Bestätigung der Unterstützung offener Protokolle und des standardmäßigen Ethernet-Track-Ausgangs für eine nahtlose Integration mit optronischen Geräten und Kommando- und Kontrollplattformen, wodurch die Systemintegrationskosten gesenkt werden.
Abschluss
Bewerten Sie Radarsysteme zur Drohnenabwehr nicht allein anhand ihrer maximalen Erfassungsreichweite. Verwenden Sie die Leistung bei kleinen Zielen mit einem Radarquerschnitt (RCS) von 0,01 m² als Grundlage. Bewerten Sie umfassend den Totbereich, den Geschwindigkeitsbereich, die Abtastrate, die Anpassungsfähigkeit an die Umgebungsbedingungen und die Integrationsfähigkeit. Führen Sie nach Möglichkeit Feldtests durch, um die geeignete Ausrüstung für Ihr Projekt auszuwählen.
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